Die Schweiz macht im Hinblick auf die Rio+20 Konferenz von 2011 konkrete Reformvorschläge in drei Bereichen.
Einerseits möchte sie anhand von Guten Beispielen demonstrieren, wie die Nachhaltige Entwicklung in der Schweiz umgesetzt und evaluiert wird. Denn seit Rio 1992 wurden auf nationaler, kantonaler und kommunaler Ebene vielfältige Massnahmen zur Stärkung der Nachhaltigen Entwicklung ergriffen. Und dank dem Indikatorensystem MONET ist es auch möglich, die Nachhaltige Entwicklung der Schweiz zu beobachten und zu bewerten.
Weiter schlägt die Schweiz konkrete Reformelemente vor für die internationale Nachhaltigkeitsgouvernanz. Der Fokus liegt auf einer Erneuerung der internationalen Gremien für Nachhaltige Entwicklung. Unter anderem werden folgende Reformelemente vorgeschlagen:
- Peer Review: Länder sollen von anderen Ländern hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitspolitik beurteilt und beraten werden können. Ein solches System hat sich in anderen Bereichen, zum Beispiel im Rahmen der OECD, bewährt.
- Einbezug der Zivilgesellschaft: Die Zivilgesellschaft soll einen wichtigen Platz in der Arbeit der internationalen Gremien für Nachhaltige Entwicklung einnehmen.
- Globale Nachhaltigkeitsziele: Für die Verbesserung der internationalen Nachhaltigkeitsgouvernanz unterstützt die Schweiz auch die Schaffung von Globalen Nachhaltigkeitszielen (ähnlich der Millennium Entwicklungzielen MDGs) und präsentiert weitere konkrete Reformideen.
Aus Sicht der Schweiz können die vorgeschlagenen Reformelemente am besten umgesetzt werden, wenn die Kommission neu die Form eines Globalen Nachhaltigkeitsrats annimmt, welcher direkt der Generalversammlung unterstellt wird (ähnlich dem Menschenrechtsrat).
Als dritten Bereich möchte die Schweiz auch die Strukturen der internationalen Umweltpolitik verbessern. Ziel ist es, den langjährigen internationalen Prozess in diesem Bereich zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Die Schweiz macht basierend auf den internationalen Diskussionen konkrete Vorschläge für Reformen wie z.B. die Ausarbeitung einer gemeinsamen Umweltstrategie für das gesamte UNO System. Sie schlägt auch Massnahmen vor zur besseren Nutzung von Synergien zwischen den bestehenden internationalen Abkommen. Ob diese Massnahmen durch eine Reform des bestehenden UNO Umweltprogramms (UNEP) oder durch die Schaffung einer neuen UNO Umweltorganisation verwirklicht werden können, werden die Verhandlungen zeigen.
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