Die Vision der Schweiz ist, an der Rio+20 Konferenz von 2012 eine internationale „Green Economy Roadmap“ zu verabschieden. Die Roadmap soll definieren, wie eine Grüne Wirtschaft in 20 Jahren aussehen wird.
Diese Green Economy Roadmap soll zwei Ebenen haben: Auf der politischen Ebene werden eine gemeinsame Vision formuliert sowie gemeinsame Ziele und Indikatoren definiert inklusive einem Zeitplan bis wann diese Ziele zu erreichen sind. Auf der praktischen Ebene wird eine Toolbox mit konkreten Instrumenten, Ansätzen und Massnahmen zur Verfügung gestellt, die auf Best Practices basieren und für die Umsetzung zur Verfügung stehen.
Diese Green Economy Roadmap erlaubt es jedem einzelnen Land selber über die konkrete nationale Umsetzung und die Auswahl der Massnahmen zu entscheiden. Dennoch kann die Weltgemeinschaft so den gemeinsamen Willen für die Umsetzung einer Grünen Wirtschaft im Kontext der Nachhaltigen Entwicklung und Armutsreduktion festhalten.
Beispiele für Schweizer Schwerpunkte in der Roadmap sind:
- Messung des Umwelteinflusses von Konsum und Produktion: Die Länder informieren über den Einfluss ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten und den Konsum auf die Umwelt.
- Nachhaltige Landwirtschaft: Eine nachhaltige Landwirtschaft ist notwendig, um die Weltbevölkerung zu ernähren und gleichzeitig die Natur und die natürlichen Ressourcen zu erhalten.
- Nachhaltiges öffentliches Beschaffungswesen: Die öffentliche Hand kauft Produkte und Dienstleistungen, die hohen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Standards entsprechen.
- Reform der Subvention für fossile Brennstoffe: Subventionen für fossile Brennstoffe hemmen die Innovation und die Entwicklung von sauberen Technologien. Darum soll dieses System neu gestaltet werden.
- Cleaner Production Centers: Cleaner Production Centers sind Beratungszentren in Entwicklungs- und Transitionsländern, die eine ökoeffiziente Produktionsweise vermitteln.
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