Rahmenbedingungen für grüne Wirtschaft

Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO setzt sich ein für eine „grüne Wirtschaft“ (Green Economy), die durch eine umweltverträgliche Wirtschaftsweise nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum und Wohlergehen auch für zukünftige Generationen sicherstellt. Negative Auswirkungen auf Umwelt und Ökosysteme, die auf die Wirtschaftsleistung zurückschlagen, sollen verhindert werden.

Mit der Bevölkerungszunahme und der rasanten Industrialisierung der Schwellenländer wächst die Sorge, dass eine schleichende Umweltzerstörung die Nahrungsmittelproduktion gefährdet, die weltweite Nachfrage für Rohstoffe die Erzlagerstätte erschöpft und der ungebremste Ausstoss von CO2-Emissionen zu irreversiblen Folgeschäden führt.

Das SECO schlägt drei Leitlinien zur Umsetzung der „grünen Wirtschaft“ vor:

  • Schonung der natürlichen Lebensgrundlagen und nachhaltige Nutzung von Ressourcen, welche die biologische Vielfalt, Bodenfruchtbarkeit, Wälder, Fischbestände und die Natur als Senke von CO2-Emissionen erhalten.
  • Wiederverwertung von Rohstoffabfällen und Schaffung von sekundären Stoffkreisläufen, die erheblich zu einer Diversifizierung und damit besseren Versorgungssicherheit beitragen.
  • Substitution fossiler Energieträger durch erneuerbare Energien, die im Gegensatz zu erschöpfbaren Ressourcen generell eine sehr gute CO2-Bilanz aufweisen.

Die Rolle des Staates besteht darin, mit kosteneffizienten Instrumenten Marktversagen zu korrigieren durch:

  • Schaffung marktwirtschaftlicher Anreize im Sinne des Verursacherprinzips und der Kostenwahrheit (z.B. mit Steuern oder Emissionshandelssystem).
  • Förderung der Grundlagenforschung im Bereich Ressourceneffizienz und in allen Wissenschaftsdisziplinen, ohne gewisse Technologien zu bevorzugen.
  • Beseitigung vorhandener Informationsasymmetrien durch Markttransparenz (z.B. Labelling) und aussagekräftige Einzelindikatoren, wie sie im Rahmen der OECD erarbeitet werden.

Dabei gilt es die Instrumente so auszugestalten, dass Marktverzerrungen vermieden werden. Die ‚grüne Wirtschaft’ soll gerade in der aktuellen Wirtschaftslage das Wachstum nicht bremsen, sondern zu einem nachhaltigen, umweltverträglichen Wachstum beitragen.

Weitere Faktenblätter (pdf):

Präsentation von Hans-Peter Egler (pdf), SECO.

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